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Krisenstark - Was hat SoLawi mit Resilienz tu tun?

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   Ein Dienstag Morgen beginnt für Christiane mit dem Räumen von etlichen Kisten: "Alles, was aktuell auf dem Acker und in den Gewächshäusern reif ist, wird in die neun Abholdepots für unsere SoLawi-Mitglieder gebracht", erklärt die Landwirtin, während sie Möhren, Salate, Kräuter, Tomaten, Auberginen, Gurken, Mangold, Frühlingszwiebeln, Kohlrabi, Mais und Zucchini behutsam in die Kisten legt. "Die Ernte in den Sommermonaten ist immer sehr üppig", sagt sie und hieft die nächste Kiste für Münster-Gievenbeck in den Bulli. Dazu kommt frisches Brot aus der kleinen Backstube und Käse aus der Hofkäserei. Gleich startet Fahrer Michi seine Tour durch Münster. Dort holen die Mitglieder dann ihre Ernte wohnortnah ab. Sie müssen sich keine Gedanken mehr darüber machen, ob die Gurken und Tomaten im Supermarkt wieder teurer geworden sind. Was auf dem kleinen Hof in Altenberge zum Alltag gehört, ist eine Besonderheit im Münsterland, die ihre Stärke vor allem in Krisenze...

Lost Place von David Leans "Ryans Daughter"

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Ein Trampelpfad querfeldein über Wiesen, Weiden und Steinmauern führt zu einer Ruine, die vor 60 Jahren mal eine Schule war. In den späten 1960er Jahren drehte Regisseur David Lean "in the middle of nowhere" bei Dunquin im Südwesten Irlands sein Melodram mit Sarah Miles und Robert Mitchum in den Hauptrollen. Seinerzeit hat es zwar nicht sonderlich gute Kritiken bekommen, wurde aber immerhin mit zwei Oscars ausgezeichnet. Heute hat in der einstigen Filmkulisse die Natur die Regie übernommen.      Seit über einem halben Jahrhundert trotzen die massiven Mauern dem irischen Wetter und haben ein hübsche Patina aus Moos und Flechten angesetzt. Beim Erkunden ist man erstaunt, wie groß die Ruine ist und dass ein paar Details auch heute noch bestehen, wie das Schulschild und die getrennten Einfänge für Jungen und Mädchen. Ich frage mich, warum an dieser Schulkulisse des fiktiven Dorf "Kirrary"nicht wenigstens ein Hinweisschild steht. Dieser Ort ist eigentlich ein nicht unw...

Teilen statt wegwerfen – montags im foodsharing-Café

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  Kommen darf, wer mag. Essen darf, wer Hunger hat. Mithelfen darf, wer Zeit hat. Mehr Worte braucht es eigentlich nicht, um das Konzept des foodsharing-Cafés in der B-Side am Münsteraner Hafen zu beschreiben - Überraschungsmenü inklusive. Jeden Montag gehört die Küche im soziokulturellen Zentrum einem Freiwilligen-Team von foodsharing Münster. Sie schnippeln, kochen, probieren, improvisieren und stimmen spontan ab, was als nächstes ausgepackt, geputzt, gewaschen und verarbeitet wird. Hinter der Aktion steckt ein sehr ausgeklügeltes Organisationssystem aus Online-Plattform, persönlicher Absprache, Kooperation und dem Aktionismus vieler engagierter Menschen, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen.    Finde den Fehler An dem Montag meines Besuchs gibt es Risotto mit Pilzen, ein Couscous-Gericht, Salat, Obst, Kuchen und später noch eine Gemüsepfanne, weil der Andrang so groß ist. Doch was auf den ersten Blick so sinnvoll und nett wirkt, hat seine...

Reifezeit

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  "Zieh am besten zuerst deine frischen Klamotten an!" ruft Sabine aus der Hofküche, während sie Tee für uns aufgießt. Heute besuche ich die Käserin auf dem Demeterhof Entrup119 im münsterländischen Altenberge. Nach einer kurzer Begrüßung geht es schon los und ich lerne das oberste Gebot im Käsereich: Hygiene! Ich ziehe mich also im Vorraum um, schlüpfe in die für mich bereitstehenden Besucher-Kunststoff-Clogs und lege eine abwaschbare Schürze um. Hände waschen und desinfizieren, Haarnetz auf den Kopf und dann geht’s durch den Plastikvorhang an den Ort, wo all die Köstlichkeiten aus der Milch der ostfriesischen Milchschafe entstehen.   Heute stehen Frischkäsetaler auf dem Programm. Die Milchmenge ist vergleichsweise gering und reicht für den kleineren Kessel. „Die Schafe gehen bald in die Winterpause“, erklärt Sabine. „Im Frühling zur Lammzeit ist der große Milchkessel randvoll. Da ist ganzer Körpereinsatz gefragt, wenn ich für Hart- und Schnittkäse mit der Käseharfe kreuz u...

"Hausmeister" im einsamen Paradies der Blasket Islands

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  Am westlichsten Zipfel Europas, vor Irlands zerklüfteter Küste, liegt eine kleine Inselgruppe im Atlantik, die sehr besonders ist: die Blasket-Islands. Über viele Jahrhunderte waren einige der kleinen Inseln bewohnt - ein archaisches entbehrungsreiches Leben inmitten der Naturgewalten. Auf der mit sechs Quadratkilometern größten von ihnen „An Blascaod Mór“ lebte bis in die 50er Jahre noch eine Dorfgemeinschaft. 1953 mussten auch die 22 verbliebenen Einwohner aufgrund der schwierigen Bedingungen die Insel verlassen. Heute stehen noch die Ruinen des einstigen Dorfes als stumme Zeugen der Vergangenheit. Fünf Cottages wurden im Laufe der vergangenen Jahre renoviert und für Besucher hergerichtet. Die Blasket Inseln sind mittlerweile zum Naturschutzgebiet erklärt worden und bieten einer vielfältigen Tierwelt Lebensraum. Die Große Blasket Insel zieht jedes Jahr tausende Besucher an. Tagesausflüge vom Festland aus sind nur bei gutem Wetter möglich. Ein besonderes Erlebnis ist die Übernac...